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Ältere Bundesbürger in Privathaushalten und in Heimen - Lebenssituation und Heimeintrittsgründe Repräsentative Ergebnisse für die Bundesrepublik DeutschlandPD Dr. Sven Schneider(Die Orginalfassung dieser Magisterarbeit können Sie inkl. zitierfähiger Quellenangabe und Literaturverzeichnis unter dem Menüpunkt "Textanforderung" bestellen. Die folgenden Inhalte sind geistiges Eigentum des Autors, Wiedergabe nur gegen Zitat der Originalquelle.) A. Vorbemerkungen Diese Arbeit entstand in engem Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt "Der Heimeintritt alter Menschen und Chancen seiner Vermeidung", das derzeit am Institut für Soziologie der Universität Heidelberg durchgeführt wird und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Der Antragsteller dieses Projektes ist Herr Prof. Dr. Thomas Klein. Im Rahmen seiner Tätigkeit war der Autor innerhalb des Projektteams an Fragebogenkonstruktion, Auswertung des Pretests, Vorbereitung und Durchführung der Haupterhebung sowie schließlich an der Aufbereitung und Auswertung des Altenheimsurvey beteiligt. Mein besonderer Dank gebührt in diesem Zusammenhang Herrn Prof. Dr. Thomas Klein (Institut für Soziologie, Universität Heidelberg), der mich bei der Konzeption und der Erstellung der vorliegenden Magisterarbeit betreut hat. Insbesondere waren seine Hinweise zu den verschiedenen Aspekten der vorliegenden Thematik und zur Konstruktion des dieser Arbeit zugrundeliegenden Datensatzes sehr hilfreich. Des weiteren machte er mir das Sozio-Ökonomische Panel zur Erstellung eines Vergleichsdatensatzes zugänglich und stellte mir den Altenheimsurvey in weitgehend aufbereiteter Form zur Verfügung. Außerdem bin ich Herrn Ulrich Schneekloth (Infratest Burke Sozialforschung, München) für die freundliche Überlassung einer Sonderauswertung der Infratest-Heimerhebung 1994 "Hilfe- und Pflegebedürftige in Heimen" zu Dank verpflichtet. Des weiteren danke ich Herrn Dr. Horst Bickel (Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim) sowie Herrn Dr. Willi Rückert (Kuratorium Deutsche Altershilfe KDA, Köln) für konstruktive Hinweise. B. GliederungA. Vorbemerkungen B. Gliederung C. Tabellenverzeichnis D. Abbildungsverzeichnis 1. Einleitung 1.1. Entdeckungszusammenhang 1.2. Untersuchungsgegenstand und Fragestellung 1.3. Forschungslogik und Vorgehensweise 2. Einordnung der Fragestellung in die aktuelle Forschung 2.1. Grundlegende Ergebnisse zur Lebenssituation 2.1.1. Soziostrukturelle Merkmale 2.1.2. Gesundheitszustand 2.1.3. Soziale Netzwerke 2.1.4. Wohnsituation 2.2. Grundlegende Ergebnisse zu Heimeintrittsgründen 2.3. Forschungsdefizite 2.4. Zusammenfassung 3 .Hypothesen zur Fragestellung 3.1. Hypothesen zur Lebenssituation älterer Menschen 3.2. Hypothesen zu Heimeintrittsgründen 3.3. Zusammenfassung 3.4. Daten und Methoden 4.1. Konstruktion der Datengrundlage 4.1.1. Die Ursprungsdatensätze 4.1.1.1. Die Auswahl des Datenmaterials 4.1.1.2. Konzeption und Grundgesamtheit des Altenheimsurvey 4.1.1.3. Konzeption und Grundgesamtheit des Sozio-Ökonomischen Panel 4.1.2. Zusammenführung der Ursprungsdatensätze 4.1.2.1. Angleichung des Altenheimsurvey 4.1.2.2. Angleichung des Sozio-Ökonomischen Panel 4.1.2.3. Zusammenführung und Gewichtung 4.2. Anmerkungen zur externen Validität 4.3. Methoden 4.4. Zusammenfassung 5. Eigene Berechnungen 5.1. Ergebnisse zur Lebenssituation 5.1.1. Soziostrukturelle Merkmale 5.1.2. Gesundheitszustand 5.1.3. Soziale Netzwerke 5.1.4. Wohnsituation 5.2. Ergebnisse zu den Heimeintrittsgründen 5.2.1. Subjektive Heimeintrittsgründe 5.2.2. Objektive Heimeintrittsgründe 5.3. Zusammenfassung 6. Weiterführende Diskussion der Ergebnisse 7. Schlußfolgerungen und Überlegungen zum Verwertungszusammenhang E. Anhang F. Literaturverzeichnis G. Ehrenwörtliche Erklärung 1. Einleitung 1.1. Entdeckungszusammenhang Eine große, wenn nicht die größte politische Herausforderung der nächsten Jahre wird von einer Entwicklung ausgehen, die schlagwortartig als "demographische Alterung unserer Gesellschaft" bezeichnet wird. Gemeint ist damit das Ansteigen des Alterslastquotienten, also das Verhältnis der Bevölkerungsgruppe der über 60jährigen zur Gruppe der 20- bis unter 60jährigen Bundesbürger. Ende 1994 standen in der Bundesrepublik Deutschland 16,87 Mio. Bundesbürgern über 60 Jahren 47,12 Mio. Bundesbürger im erwerbsfähigen Alter (zwischen 20 und 60 Jahren) gegenüber. Daraus ergibt sich ein Alterslastquotient von ca. 36%. Dieser Wert wird in den nächsten Jahrzehnten kontinuierlich ansteigen. Nach Berechnungen staatlicher Stellen wird sich der Alterslastquotient bis zum Jahre 2030 auf 71% nahezu verdoppeln (BMFuS 1993: 5). Würde zu diesem Zeitpunkt noch das Umlageverfahren bei der Rentenfinanzierung angewendet, müßten dementsprechend etwa 100 Personen im erwerbsfähigen Alter für die Rentenzahlungen für ca. 71 über 60jährige aufkommen. Der hier skizzierte Alterungsprozeß ist charakteristisch für fast alle hochentwickelten Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften. In der Bundesrepublik Deutschland ist er jedoch besonders ausgeprägt und wiegt umso schwerer, als die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu anderen führenden Industrienationen mit Abstand den geringsten Anteil der nachwachsenden unter 15jährigen Personen an der Gesamtbevölkerung aufweist. Diese Entwicklung resultiert aus erheblich gesunkenen Geburtenzahlen, aus dem Rückgang der Sterblichkeit in jungen Jahren und vor allem aus der Zunahme der Lebenserwartung und wird m.E. mannigfaltige und tiefgreifende Auswirkungen auf das gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Leben in der Bundesrepublik Deutschland haben. Erste Konsequenzen sind bereits sichtbar. So sollen politische Maßnahmen in den verschiedensten Bereichen die Rahmenbedingungen schaffen, um die prognostizierte Entwicklung gesellschaftlich bewältigen zu können. So wurde jüngst die Vormundschaft (§6 BGB) und die Gebrechlichkeitspflegschaft (§1910 BGB) durch das Betreuungsgesetz (BtG) abgelöst. Die Verabschiedung der Sozialen Pflegeversicherung, die Neufassung des Heimgesetzes (HeimG) und staatliche Modellprogramme wie etwa die Seniorenbüros sind weitere Beispiele. Parallel dazu ist in den letzten Jahren seitens politischer und anderer gesellschaftlicher Institutionen die Nachfrage nach geeignetem wissenschaftlichen Datenmaterial gestiegen. Nicht zuletzt deswegen und unterstützt durch eine günstigere Vergabepolitik von Fördermitteln haben die Psychologie und die Soziologie, vor allem aber die Geriatrie und die Gerontologie ihre diesbezüglichen Forschungsbemühungen in den letzten Jahren verstärkt. In diesem Kontext ist auch die vorliegende Arbeit entstanden. |
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